55/2015 Ist die Milch sauer? Neuer Kronkorken beantwortet die Milchfrage aller Milchfragen vor der Kostprobe

Die Universität von Kalifornien in Berkley hat in Kooperation mit der Chiao Tung University in Taiwan einen Flaschen-Verschluss entwickelt, der anzeigen kann, wenn eine Milch sauer geworden ist. Man denkt bereits über weitere Anwendungsmöglichkeiten der Technologie in der Medizin nach.

3D-Druck-Technik zur Detektion saurer Milch? Klingt abenteuerlich, aber genau das ist die Innovation aus Berkley, die Milchfans ggf. künftig böse Überraschungen vermeiden hilft. Der kluge Kronkorken hat einige drahtlose Sensoren, die sobald sie mit Milch in Berührung kommen den Inhalt auf Bakterienkulturen prüfen. Dies könnte zum Beispiel aktiv durch einfaches Schütteln lanciert werden. Die ermittelten Daten werden in der Folge an einen drahtlos verbundenes, externes Modul übermittelt. Nach Verarbeitung durch eine App ist der Verbraucher somit schnell informiert über den Frische-Zustand des Getränks.

Wer hat „Zukunftsideen“? In Wien einreichen und Preis gewinnen …

Ab sofort sind alle Kreativen und Visionäre angehalten bis zum Stichtag 30. September „Zukunftsideen“ einzureichen. Gewünscht sind Themen betreffend Gesellschaft, Umwelt/Energie, Technik/Mobilität, Ernährung/Gesundheit sowie Sport/Lifestyle.

In Österreich werden kreative Köpfe und somit Ideen gesucht. Um Rahmen des Jahres der Forschung hat das Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium in Wien einen Bewerb ausgeschrieben, der Pfiffigkeit in Sachen Zukuntfsideen fördert und auszeichnet. Zu gewinnen ist ein Griechenland-Urlaub in Ephesos. Damit verbunden ist in erster Linie die ausgiebige Besichtigung der berühmten Ausgrabungsstätte des Österreichischen Archäologischen Instituts. Wer sich bewerben möchte, kann das über die aufgesetzte Projekt-Website ab sofort virtuell tun: Jahr der Forschung.

54/2015 Die unnachahmliche Fahr-Geh-Hilfe: schrille Innovation aus USA

Eine Geh-Maschine der besonderen Art hat der Amerikaner Theo Jansen erfunden. Nutzer werden sicher bequem von A nach B kommen, sich aber überall wo sie hinkommen an den einen oder anderen Lacher gewöhnen müssen.

Ob man es futuristisch nennen soll oder bizarr: die Erfindung des US-Amerikaners Theo Jansen ist eine Mischung aus ‚Flash Gordon‘ und ‚Raumschiff Enterprise‘ – um einmal zwei cineastische Prototypen aus dem Genre Science Fiction zu bemühen. Seine neue Geh-Maschine ist vollauf von Hand gemacht, wird von einer analog Bohrern betriebenen Laufmaschine geführt und befördert den Fahrgast auf fast skurrile Art. Inspiriert von tierischen Beinen und deren natürlicher Bewegung nutzt das Gefährt ein Getriebe, das von 20 Volt befeuert wird. Aber wir wollen nicht zu lange fabulieren, denn dieses Ding muss man in Aktion gesehen haben. Und sei es nur aus Spaß an der Freude:

53/2015 Neuer Ford Focus schützt seine Türkanten innovativ

Eine Innovation, die vor allem die Eltern agiler Kinder lieben werden. Der neue Ford Focus wartet mit einer – wenn auch nicht mehr ganz neuen – Erfindung auf, welche die Türkanten des Autos vor Stoß- und Schürfschäden schützen soll.

Der sogenannte Türkantenschutz ging als Innovation schon vor einigen Jahren durch die Gazetten. Nun ist die Erfindung wohl standardisiert im neuen Ford Focus eingebaut. Das Kunststoff-Teil öffnet sich gemeinsam mit dem Schließmechanismus des Kleinwagens. Auf diese Weise wird bei allzu hektischen Fahrern oder Beifahrern Abschürfung oder auch die eine oder andere Beule an der Türkante verhindert. Schneller als hier verbal „erläutert“ das aber das folgende acht-sekündige Kurzvideo:

52/2015 Labor-exakte Blutuntersuchung per Smartphone bald schon Realität?

Mittels eines LED-Blitzlichts in Verbindung mit der Onboard-Kamera herkömmlicher Smartphones könnte es schon bald Realität werden Körperflüssigkeiten autark wie unter Laborbedingungen zu untersuchen. Schöne, neue Welt?

An der Universität Hannover wird gerade an einem neuen Verfahren geforscht, das „moderne Telefone“ zu kleinen Mini-Labors machen könnte. Über die Fotozelle Ihres Smartphones würden Nutzer dann die Struktur von Stoffen wie zum Beispiel Körperflüssigkeiten einfangen. Mittels Glasfaser würde das Licht des Smartphone-Blitzes einem sog. SPR-Sensor zugeleitet. Die Lichtbrechung des untersuchten Stoffes ermögliche dann sehr detaillierte Aussagen über dessen Eigenschaften und lasse dann ggf. entsprechende anamnestische Aussagen zu. Sobald das Bild des zu untersuchenden Stoffs in der einzurichtenden Smartphone-App analysiert werde, beginnt die gewünschte Analyse und anschließende Auswertung.

Flapsig als „Labor für die Hosentasche“ bezeichnet wären mit einer solchen Anwendung tatsächlich anamnestische Aussagen per Display und App-Interpretation möglich. Ansteckende Krankheiten, Schwangerschafts-Tests und viele Untersuchungen mehr wären so der „Arztpflicht“ entzogen. Der Trend wird derzeit als „lab-on-a-chip“, sprich „Labor auf Chip“ gehandelt. Hier unsere Quelle, das Magazin Praxisvita zu lab on a chip.

51/2015 Geheimniskrämerei um griechische Innovation

Wir waren uns nicht sicher, ob unser Innovations-Fundstück die Nummer 51 im Jahr 2015 werden könne. Da sich hier auf Raketenstart Kreative wie Investoren ein Stell-Dich-ein geben sollen, haben wir uns dafür entschieden. Der Bericht stammt immerhin aus dem Handelsblatt.

Mal was ganz Anderes von uns in Sachen – auch publizistische – Kreativität: Bei der völlig im Dunkeln gehaltenen Innovation eines kretaer Erfinders handele es sich um so etwas wie eine kleine Revolution. Ein Herr Vasilis Tsoulis habe eine „schlichte und geniale Erfindung“ in der Schublade, die aber so streng geheim sei, dass darüber nicht berichtet werden könne, so der Macher. Wir halten uns also fast daran. Herr Tsoulis sucht nun Venture Capital das es ihm ermögliche, seine „Idee“ in Serie herzustellen. Seine Prognose: Die Innovation werde sich global vertreiben lassen. Einzig die Krise sei schuld, dass es derzeit nicht voran ginge in der Sache.

Das Web-Fundstück stammt aus dem Handelsblatt, hier kann man die indifferente Sache nochmal genauer nachlesen. Handelsblatt über eine geheime, griechische Innovation. Hier gibt’s ggf. auch den Kontakt zu Herrn Tsoulis.

Anmerkung: Schon schrill, wie leicht man in die Presse kommen kann. „Ich hab das was Cooles, was es ist sag ich aber nicht, ist streng geheim. Brauche Investoren.

50/2015 Innovation: Die Lüftungs- & Klimaanlage ohne Zugluft

Räume automatisch belüften, aber ohne störende Zugluft: das Phänomen, das man vor allem von Auto-Klimaanlagen kennt, könnte durch die Innovation zweier Baden Württemberger Erfinder der Vergangenheit angehören. Ein System antizyklischer Luft-Strömungen sorgt für eine „chaotische“ Verteilung der Luft.

Bei der Belüftung bzw. klimatischen Optimierung von Räumlichkeiten pulst klassischerweise ein Luftstrom dauerhaft und gleichgerichtet durch Auslassventile. Die Folge ist eine wie auch immer ausgerichtete Luft-Strömung. Als negativ wird hierbei analog dem klimatisierten Auto der statische Luftstrom empfunden.

Zwei Erfinder aus BW haben sich nun diesem Problem der so empfundenen Zugluft angenommen und eine alternative Anlage entwickelt. Durch unregelmäßig wechselnden Austritt der Luft und bewegliche Steuermittel verändert sich der Luftstrom ständig. So wird eine chaotische, aber im Sinne der Innovation freilich sinnvoll-bessere Durchmischung der Raumluft erreicht. Das Zugluft-Risiko wird auf diese Art auf ein Minimum reduziert. Menschen im Raum empfinden nur noch den Temperatur-Unterschied, nicht aber die Luftströme. Darüber hinaus werden Energiekosten ein gespart, die Anlage als solche braucht keinen Strom. Das Modul kann ebenso in neuen Anlagen verwendet oder an vorhandenen Luftauslässen nachgerüstet werden.

49/2015 Dynamisches Exoskelett lässt Gelähmte wieder laufen

Auf einer Messe im französischen Lyon wurde jetzt eine hochdynamische Gehhilfe vorgestellt, die Behinderte wieder laufen lässt. Die Erfindung einiger russischer Studenten der Robotertechnik der staatlichen Universität Moskaus wird von dem in dem Zuge gegründeten Startup ExoAtlet vermarktet.

‚Steh auf‘, sagte einst Jesus zu einem Gelähmten, ’nimm deine Decke und geh nach Hause. Du bist
gesund!‘. So die Sage aus der Bibel, die als Wunder gewertet wird und einen behinderten Mann wieder laufen ließ. Weniger ein Wunder als vielmehr klassische Ingenieurskunst vom Feinsten ist die Innovation einer Gruppe russischer Studenten, die auf der Messe Innorobo 2015 in Lyon ihr Exoskelett vorstellten. Mit der außergewöhnlichen Gehhilfe der Firma ExoAtlet wird Menschen mit eingeschränkter Funktion der Beine wieder zum einigermaßen normalem Laufen verholfen. Einsatzbereiche, so eine Presseerklärung sind Lähmungen, die nach Gehirnschlag, Schlaganfall oder Rückenmarks-Verletzungen auftreten. Aber das sollten Sie sich im Bilde ansehen, lieber Leser: