48/2015 Erfindung für die Bierkrug-Hygiene hilft auch dabei das eigene Trink-Gefäß zu erkennen

In bayerischer Mundart „Biaring“ wurde der farbige Schutz für den oberen Rand von in erster Linie Maßkrügen getauft. Das für Hygiene und Wiedererkennung des eigenen Glases sorgende Utensil soll nun das Oktoberfest revolutionieren.

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob das Glas in Reichweite nun das eigene oder das des Gegenübers ist. Dieser Mißstand war den kreativen Köpfen Pedja Dimitric und Mainhard Lösch genug Dorn im Auge den Biaring zu erfinden. Die in unterschiedlicher Farbe oder auch persönlichem Branding erhältliche Umrahmung des Trinkrandes wird am eigenen Gefäß angebracht. Die Innovation ließ der von Berufs Wegen als Wirt angetretene Mainhard Lösch über einen längeren Zeitraum von seinen Stammgästen testen, bis er einer Presseinformation zufolge einwandfrei funktionierte. Auch wenn der Biaring aufgrund unterschiedlicher Passformen der nicht einheitlich genormten Krüge noch nicht zwingend überall passe – man sei auf einem guten Weg, so die Macher. Das anstehende Oktoberfest soll die Feuerprobe werden.

Seit rund sechs Wochen ist der Biaring auch markenrechtlich geschützt. Der spülmaschinenfeste Plastikring wird in Bayern hergestellt, das war den pfiffigen Riedmosern wohl auch wichtig. Unternehmen können den Biaring online bestellen oder als Werbeträger illustrieren lassen. Weitere Informationen online unter Der Biaring soll das Oktoberfest 2015 rocken.

47/2015 Durchsichtiger Lkw soll wirksam Unfälle verhüten

Eine im Führerhaus von Lastkraftwagen integrierte Kamera soll künftig Unfälle vermeiden helfen. Das vorne empfangene Bild von der Verkehrslage vor dem Lkw wird dabei von dem System auf die Rückseite des Lasters als Livebild projeziert.

Man hat es sich schon hin und wieder auf der Autobahn gewünscht: „Ach, könnt ich doch durch diesen Laster durchschauen.“ Zur Abschätzung von Verkehrsaufkommen, allem voran aber zur Einschätzung der Brems-Wahrscheinlichkeit des vorausfahrenden Lastkraftwagens. Dieser Wunsch kann schon bald Wirklichkeit werden, glaubt man den Verlautbarungen der Boulevard-Zeitung Blick. In Argentinien, wo aufgrund sehr vieler einspuriger Straßen durchschnittlich pro Stunde ein tödlicher Unfall passiert, hatte jetzt ein Innovativer die smarte, Lastwagen in diesem Sinne sinnvoll auszustatten.

Auf der Rückseite von Trucks könnten vier Monitore für die Rückführung solch drastischer Unfallzahlen sorgen. Die vorne integrierte Kamera zeige die Verkehrssituation vor dem Lastwagen. So sehen dann Pkw-Fahrer hinter dem Lastwagen, ob Überholen Sinn macht oder nicht. Ob diese Idee sich durchsetzt – wir sind skeptisch. Alleine weil die Gefahren falscher Bilder gegeben sind und ein sich einhundert-prozentiger Schutz nie gewährleiste.

46/2015 Seniorenhilfe über ausgeklügeltes Sensoren-System

Iocare heißt ein neues Sensoren-System, das über ein spezielles Bewegungs-Monitoring zum Beispiel einen bewusst alleine lebenden Senioren oder eine Seniorin im positiven „überwachen“ kann. Über typische Bewegungsprofile, die Iocare interaktiv lernt, werden zum Beispiel einem Angehörigen über ein installiertes Ampel-System Veränderungen zu betreuender Menschen angezeigt.

Die Not war die Mutter der Erfindung, als ein Ingenieur mit einer Angehörigen konfrontiert war, die trotz einer gewissen Betreuungs-Notwendigkeit partout zu Hause leben wollte. Die beiden wohnten viele Kilometer auseinander und eine „Überwachung“ konnte und sollte nicht realisiert werden. Die Idee: Im Haushalt der allein lebenden Person könnten einige unauffällige Lichtsensoren aufgestellt werden, die den wichtigsten Bewegungsbereich der Wohnung abdeckten. Ohne Ton- oder Videoaufnahmen könnte dieses Sensoren-System binnen 30 Tagen die typischen Bewegungs-Routinen der zu betreuenden Person „erlernen“. Ein ständiger, computergesteuerter Abgleich mit üblichen Bewegungsmustern, könnte so „Zustandsinformationen“ generieren. Diese wiederum würden zeitgleich an ein Empfänger-Modul im Haushalt des Betreuers geschickt. Die Idee war geboren …

Umsetzung der Idee: Bei einem Betreuer wartet in der Folge eine kleine Farbleuchte, die über ein einfaches Ampelsystem funktioniert. So wird schnell und klar visuell erkennbar, ob bei der zu betreuenden Person alles wie gewohnt läuft: Dokumentation durch grünes Leuchten. Ob es moderate Abweichungen von der Norm gibt, das heißt gelbe Reaktivität. Oder ob es starke Abweichungen gibt, was durch eine rote Leuchte angezeigt wird. Die verantwortlichen Angehörigen haben so die Chance sich über einen klärenden Anruf Klarheit zu verschaffen. Durch den Service kann man so 24 Stunden am Tag in Echtzeit erfahren, inwieweit alles in Ordnung ist bei der Zielperson. Die Macher suchen noch frewillige Betatester, die das Gerät ausprobieren und durch konstruktive Kritik an der Verbesserung mitarbeiten. Wer sich das mal näher ansehen möchte oder mitmachen will, hier entlang: Iocare – 24 Stunden Klarheit über zu betreuende Angehörige, die weit weg wohnen.

45/2015 Innovativ: Neue Geldbörse mit Münz-Ordnungs-System

Ein neue, innovative Geldbörse soll Schluss machen mit dem Kleingeld-Ertasten im Blindflug. Das patentierte Portemonnaie namens EiMix stammt aus dem fränkischen Aschfeld und bietet ein integriertes Münz-Ordnungs-System.

„EiMix“ hat der mainfränkische Erfinder Sven Palme seine neue Geldbörse getauft. Und er ist sicher, damit einen gesellschaftlichen Nerv zu treffen. Ganz besonders seit der Euro-Umstellung kennt jeder aus dem Supermarkt die langwierigen Suchprozesse, wenn es um Kleingeld geht. Zehn-, 20- und 50-Cent-Stücke ähneln sich wie Zwei- und Fünf-Cent-Münzen. Und auch ein und zwei Euro sind schwer zu unterscheiden. EiMix ist nun das Portemonnaie mit integrierter Sortierfunktion. Das Suchen hat damit ein Ende, denn alle Münzen präsentieren sich dem Geldbeutel-Öffner geordnet in Reih und Glied.

So einfach wie das Öffnen einer CD-Box sei es Dank EiMix seine Münzen über Spezialverschluss zu ordnen und zu entnehmen. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, so Palme in einer Pressemitteilung, dass der Geldbeutel nicht mehr so dick werde, da die nebeneinander angeordneten Münzen ein flaches Design zeitigen. EiMiX sei bereits mit dem deutschen Lederwarenpreis ausgezeichnet worden, so Sven Palme. Die neue Geldbörse werde, so Palme, den Bezahlvorgang an den Kassen dieser Welt revolutionieren. Interessierte können sich weiter informieren über EiMix oder die neue Geldbörse ab sofort im Onlineshop unter EiMix – die innovative Geldbörse mit Münzordnung bestellen.

44/2015 Intelligenter Akku soll global satt Strom sparen

Ein Finne stellte jüngst einen intelligenten, sich selbst an- und abschaltenden Akku vor. Asmo Saloranta begegnet damit einem weltweiten, ökologischen Problem: nämlich dem, dass sich Akkus, wenn sie gerade nicht mehr laden oder gar dauerhaft in der Steckdose verweilen, massiv Strom vergeuden.

Aus der Not geboren sei seine Innovation, so der Finne Asmo Saloranta, der an das abgebrannte Haus seiner Schwiegereltern zurück denkt. Aufgrund eines Kurzschlusses war damals ein Feuer ausgebrochen, verursacht vom Ladegerät eines Mobiltelefons. Die Idee zum „Asmo Charger“ war geboren, dem laut Pressemitteilung weltweit ersten, voll automatische Ladegerät, das im Standby keine Energie braucht. Darüber hinaus bzw. wohl gerade deshalb sei das Gerät feuersicher. Nutzer des in Kürze weltweit in Vertrieb gehenden Geräts können sich sicher sein, so die Macher: den Asmo Charger kann man in der Steckdose lassen. Er verbraucht keine unnötige Energie bei Nicht-Nutzung oder 100-Prozent Ladezustand angeschlossener Geräte. Die Projekt-Idee wurde über Crowd Funding platziert und war binnen weniger Stunden finanziert. Über die ggf. Hersteller übergreifenden Einsatzmöglichkeiten können wir an dieser Stelle nichts sagen.

Wer sich für einen deutschen Vertrieb interessiert, kann sich auf der Website näher kundig machen: Asmo Charger.

43/2015 Intelligente Prothesen, die Gefühl zurück geben

In Wien wurde diese Woche eine Beinprothese vorgestellt, die alles bisherige dieser Art in den Schatten zu stellen scheint. Deren Träger erhalten über Sensoren an der Prothese, die mit Nervenbahnen gekoppelt werden, Gefühl für die Bodenverhältnisse und sogar Temperatur zurück.

Manchmal stolpert man über Innovationen, die glücklich machen. Der Verlust von Armen oder Beinen gehört wohl zu den schlimmsten Entbehrungen von Menschen. Insofern sind Lösungen in diesem Bereich, welche die Situation für Betroffene verbessern nicht nur sozial sondern einfach wie ein wundervoller Dienst an der Gesellschaft. So wurde jetzt in Wien der Prototyp einer Beinprothese vorgestellt, der seinem Träger das Gefühl in den Füßen zurückgibt und so eine neue Qualität der fast normalen Fortbewegung im Alltag ermöglicht. Über die per Sensoren getriggerten Nervenbahnen kommt ein Impuls direkt ins Gehirn. Der Nutzer solcher „intelligenter“ Prothesen muss nun einfach lernen die ankommenden Signale richtig zu interpretieren. Aufgrund der enormen Anpassungsfähigkeit des menschlichen Organismus ein ganz natürlicher Vorgang. So können mit ein wenig Übung Boden-Beschaffenheit und sogar Temperatur-Veränderungen gefühlt werden.

Maßgeblich beteiligt sind die Initiatoren Hubert Egger mit seinem studentischen Team der FH Oberösterreich. Eggert konstatiert in einem Interview, dass es eigentlich ganz einfach sei. Seine Apparatur liefert über einfache Drucksensoren Informationen an Nerven. Das Gehirn muss dann nur noch lernen und das sei eine Sache der Übung. Bis Marktreife seien noch jede Menge Tests und Entwicklungen notwendig, aber die Vision ist freilich eine Gigantische. Durchschnittlich sprechen wir nachdem ein Produkt entwickelt ist noch einmal von weiteren vier bis fünf Jahren bis Medizin-Behörden ihr okay geben. Die Angaben gelten hier derzeit für das Ursprungsland der smarten Prothese, Österreich. Unsere Quelle ist die österreichische Boulevard-Zeitung Krone.

42/2015 Interaktive Flasche überwacht Trinkgewohnheiten

HidrateMe heißt eine innovative Trinkflasche, die gerade über Crowdfunding finanziert werden soll. Die Smartphone gesteuerte Flasche erinnert ihre „Halter“ per Aufglimmen daran, regelmäßig Flüssigkeit aufzunehmen. Stand 8. Juni 2015 sind mit rund 2.500 Unterstützern statt der gewünschten 35.000 bereits 193.500 Dollar eingegangen.

Trinken ist eine der wichtigsten Tätigkeiten von Lebewesen. Die wenigsten Organismen können biologisch überleben, wenn sie sich nicht regelmäßig und häufig mit Flüssigkeit versorgen. Auch wenn sich die meisten Menschen dieser Banalität bewusst sind. Viele vergessen schlicht und ergreifend, dass Trinken neben frischer Luft und Bewegung die beste Gesundheitsvorsorge ist. Diesem „globalen Engpass“ der Trink-Vergessenheit nahm sich jetzt ein Erfinderteam an und entwickelte eine über Smartphone zu steuernde Trinkflasche. Der multifunktionale Behälter überwache gewissermaßen das Trinkverhalten von Nutzern. Erinnert wird an das lebensnotwendige Ritual per glimmendem Lichtsignal.

Die neue Trinkflasche HidrateMe misst konsequent den täglichen Wasserkonsum und gleicht diese Daten über eine App ab. Ermittelt werden der Standort des Nutzers, Temperatur und Luftfeuchtigkeit und eine anzusetzende Trinkmenge. Die Macher sprechen von Preisen zwischen 39 und 45 US-Dollar pro Flasche. Interessierte können sich in der Launch- bzw. Finanzierungs-Phase über smarte Bundles und Early-Bird-Verhalten Schnäppchen sichern. Wer da jetzt Blut, äh Wasser geleckt hat: hier ein einführendes Video zu HidrateMe:

41/2015 Haussockel schützen mit pfiffigem Patent

Unter dem Markennamen „Sockelfuchs“ stellte der Thüringer Lothar Rieke schon vor einigen Monaten sein System innovativer Haus-Sockel vor. Das multifunktionale System sorgt an der empfindlichsten Stelle von Gebäuden für Schutz – dem Sockel.

In Genf auf der Erfindermesse 2014 bekam die Erfindung eines neuartigen Sockel-Systems für Gebäude erstmals Lorbeeren. Dennoch wartet der Kreative Lothar Rieke aus Thüringen für seinen „Sockelfuchs“ noch immer auf ein ansprechendes Angebot. Natürlich geht es darum, sein interessantes Produkt in die Breite eines theoretisch gigantischen Marktes zu treiben. Klar ist, dass man Stand Juni 2015 mitnichten von einem Raketenstart im Sinne unseres Magazins sprechen kann. Allerdings bescheinigen wir Rieke ganz subjektiv erstens eine starke Idee und zweitens großes Potenzial sein „Baby“ Sockelfuchs auf die große Bühne der Bauwirtschaft zu bekommen.

Der Hebel liegt freilich wie immer a) im startegischen Marketing und b) bei den Zielgruppen-Besitzern. Also sogenannten „Influencern“, die die Tragweite von Riekes Innovation sehen und darüber hinaus bereit sind die richtigen Botschaften an potenzielle Macher zu senden. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg und zeigen Interessierten hier schon mal die Website. Dort verweisen wir auf das auf Startseite befindliche kurze Video zur Erläuterung. Hier entlang zum Sockelfuchs.

40/2015 Neues Maulwurf-Abwehr-Gerät entwickelt

Ein neues Werkzeug sich Maulwürfe vom Leib zu halten, haben jetzt zwei Schüler aus dem Landkreis Kassel entwickelt. Das Gerät arbeitet mit unterschiedlichen akkustischen und Vibrations-Signalen, die die emsigen Hügel-Aufschütter zu hassen scheinen. Das Alleinstellungsmerkmal gegenüber herkömmlichen Geräten sind die per Zufallsgenerator variierten Frequenzen, die Gewöhnung und „Mir-egal-Effekte“ bei den Tiere vermeiden sollen.

In der Familie von Felix Nolte gebe es einen Onkel, der sich nachhaltig von Maulwürfen bzw. deren Hügeln gestört fühlte. So die Story eines der Maulwurfs-Abwehr-Erfinder, die einer Pressemitteilung zu entnehmen ist. Drei Jahre hat Nolte mit einem Kumpel geforscht um Maulwürfen das beste Argument entgegen zu setzen, sich nicht anzusiedeln. Der Onkel habe bereits viele Geräte getestet, die Maulwürfe abschrecken sollten. Nachhaltigen Erfolg hatten die Apparaturen aber nicht, so der 14-jährige Schüler. Mit Kumpel Conrad Ullrich entwickelte der junge Tüftler daher eine neue Option. Die beiden stellten fest, dass es der Gewöhnungseffekt der Maulwürfe war, der die handelsüblichen und nur einen Ton aussendenden Geräte disqualifizierte. Also wurde ein Zufallsgenerator zugeschaltet, der häufig Frequenz und Dauer der Töne wechselte. Zusätzlich zu den Tönen wurden auch Vibrationseffekte erzeugt. Dies vor allem, da Maulwürfe gar nicht so gut hören.

Ein Feldtest im von Maulwurfshügeln durchsetzten Freibad von Harleshausen bzw. einer Bogensportanlage in Vellmar hatten die Schüler erste, pragmatische Erfolge mit Ihrer Maulwurfscheuche. Erst nachdem die Geräte wieder abgeschaltet wurden, kamen die buddelnden Untermieter wieder und warfen neue Hügel auf. Die Maulwurfscheuchen sind derzeit akkugetrieben und wirkten in einem Radius von rund 15 Metern. Wer sich das nochmal in Bild und Text anschauen, hier unsere Quelle, der Hessische/Niedersächsischen Allgemeinen HNA.