39/2015 Neue App-Fahrrad – vernetztes Bike-Sharing möglich?!

Die dezentrale Organisation von Stadtmobilität könnte bald über eine zukunftsträchtige App verbessert werden. Fahrräder, die als intelligente Fortbewegungsmittel voller Technik und Kommunikationsmittel im Park-and-Ride-Stil Trips von A nach B vereinfachen: ein System, app-gesteuert und per Smartphone nutzbar.

Stellen Sie sich den Prototyp eines „Connected Bikes“ vor. Schwarzer Rahmen, breite Reifen und ein geschwungen geformter Lenker. Das Chassis aber ist nicht nur adrett, sondern in der Lage mit seinem Fahrer oder seiner Fahrerin zu kommunizieren. Das Ding gibt es wirklich und es wurde in konzertierter Aktion entwickelt von der Mountainbike-Schmiede Canyon und der Deutschen Telekom. Die integrierte Kommunikationseinheit im Prototyp des Connected Bike ist das Herzstück. Sie besteht aus einer SIM-Karte und einem GPS-Sender. Der GPS-Sender hilft, gestohlene Räder wiederzufinden. Der Notruf-Service greift zum Beispiel bei Stürzen: das System kann dann je nach Einstellung einen Notruf aussenden inklusive aller GPS-Daten für Polizei und Rettungskräfte. Aber die Pläne rund um smarte Fahrräder könnte man weiter spinnen …

Der „Intellekt“ der neuen Drahtesel-Generation könnte in Zukunft vor allem für eine gemeinschaftliche Nutzung im Rahmen von Leih-Dynamiken genutzt werden, so eine Presseinformation. Analog Carsharing könnte eine App verfügbare Räder in der Nähe anzeigen. Über GPS-Daten haben die Anbieter stets den Überblick über die fahrbaren Untersätze und Sensoren melden zuverlässig Defekte. Eine derartig flexible und moderne Mobilität wird durch die Allverfügbarkeit von Smartphones überhaupt erst möglich. Weitere Informationen bei einer unserer Quellen, der Welt.

CrowdPatent beendet Finanzierungs-Runde erfolgreich

Das Konzept namens CrowdPatent gilt als erste Crowdfunding-Plattform für Erfindungen undderen zugehörige Vermarktung. Zusammengeführt werden hier Erfinder, Investoren und ggf. die Industrie. Die Idee der Firma Crowd IP GmbH aus Pullach bei München hat jüngst eine attraktive Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

CrowdPatent – das Konzept liegt so nahe, dass anscheinend noch niemand darauf gekommen ist. Der Marken-Kern: auf der gleichnamigen Plattform geht es darum, Erfinder und Investoren zusammenzuführen um innovative Projekte zu ermöglichen. Dazu sammelt das Unternehmen über crowdpatent.com finanziellen Mittel, um den Patentschutz für vielversprechende Innovationen über möglichst viele Ländergrenzen hinweg zu sichern. Die Erfinder profitieren gleich doppelt. Es werden Kosten vermieden, das Risiko deutlich geschmälert und gleichzeitig dient die Plattform als PR-Instrument, um ggf. in der Industrie Fürsprecher gewinnen. Die Geldgeber werden in der Folge direkt an den Erlösen aus einer möglichen Vermarktung beteiligt.

Mitte Mai 2015 wurde nun die Seed-Finanzierung abgeschlossen. „Erwirtschaftet“ wurde dabei eine mittlere, sechsstellige Summe. Zudem konnten diverse Business Angels für ein erstes, prestigeträchtiges Projekt gewonnen werden. Es geht um ein biometrisches Verfahren zum Schutz persönlicher Daten. CrowdPatent sei global das erste Unternehmen, das die beiden zukunftsträchtigen Märkte „Crowdfunding“ und „Patente“ in einem nachhaltigen Konzept kombiniere, so eine Pressemitteilung. Weitere Informationen bei dem in mehreren Hinsichten innovativen Startup crowdpatent.com.

38/2015 Camper-Innovation. Der portable Arbeits-/ und Freizeit-Koffer

Mit seinem portablen Arbeits- und gleichzeitig Freizeit-Koffer hat der Rothenburger Erfinder Ralf Scherer jetzt einen Preis gewonnen. Die Innovation setzte sich bei der Messe Genève Inventions bei einem internationalen Preisgericht durch und erwarb neben einer Silbermedaille ein zugehöriges „Diplom“.

Auf möglichst kleinem Raum möglichst viel unterzubringen. Diese Maxime der meisten Camping-Urlauber veranlasste den Rothenburger Erfinder Ralf Scherer zu seiner smarten Innovation, dem portablen Arbeits- und Freizeitkoffer. Das erste Modell liegt derzeit als Prototyp in Multiplex vor uns sucht den Markt.

Der praktische, tragbare Outdoor-Ordner hat zwei aufklappbare Türen wie ein kleiner Schrank. Innen werden dann kleine Schublade und Regale sichtbar, die als Stauraum dienen sollen. Eine Platte, die sich wie ein Schreibtisch nutzen lässt, hängt zwischen den Klapptüren und gibt der Konstruktion – einmal aufgestellt – Haltgestattet sind. Gehalten werden die beiden Flügel durch die im Koffer-Innenraum nach vorne abklappbare Arbeitsplatte. Sehr flexibel mutet die gut durchdachte Kiste an. Während Spannstangen das verstaute Material sichern, können variable Schubladen- und Regalsysteme nach Gutdünken des Nutzers flexibel angepasst werden. Neben der klassischen Verwendung als pragmatisches Camping-Accessoire kann der Multifunktions-Koffer auch als portable Büro-Erweiterung genutzt werden. Verfügbar ist analog eine Schreibplatte, ggf. Tablet-PV / Laptop und Telefon. Und freilich kleinere Utensilien wir Büromaterial. Darüber hinaus betont der Erfinder die mannigfaltigen Verwendungs-Optionen von der Kosmetikerin bis zum Rettungs-Assistenten. Kurz, jeder der Bedarf an smartem Speicherplatz für unterwegs hat, ist bei Ralf Scherer und seiner Erfindung bestens aufgehoben.

37/2015 Innovation: Beton, der sich selbst repariert

Bio-Beton, der seine Risse und Klüfte selbst heilen kann? Durch den findigen Niederländer Hendrik Marius Jonkers könnte diese zunächst grotesk anmutende Idee bald Realität werden. Die „Wunden im Stein“ reparieren Bakterien, die bis zu 200 Jahre im Beton eingeschlossen überleben können um dann als Kalkstein produzierende Lebewesen „heilend“ tätig zu werden.

Der Mikrobiologe Hendrik Marius Jonkers bzw. dessen interdisziplinäre Forschung steht ab sofort für selbst heilenden Beton. Gemäß einer Presseinformation bei Analytik News könnte ein Beton, der in der Lage ist sich bei Rissen „selbst zu heilen“ bald Realität werden. Jonkers Bio-Beton arbeitet mit im Material befindlichen Bakterien, die bei auftretenden Schäden wie von Geisterhand erwachten. Durch eigene Stoffwechsel-Produkte produzieren diese Kalkstein. in der Folge schließen sich Risse und Klüfte wie von Geisterhand gewissermaßen in einem Selbstheilungsprozess.

Beton ist das mit Abstand am meisten verbaute Material. Durch Jonkers Erfindung könnten die Kosten für die Betonherstellung und Instandhaltung verringert werden. Und darüber hinaus könnten die durch Schäden entstehenden CO2-Emmissionen eingedämmt werden. “ … der bakterienhaltige Bio-Beton verlängert die Lebensdauer von Brücken, Straßen und anderen Bauwerken und eröffnet damit völlig neue Perspektiven für die Betonproduktion“, so wird EPA-Präsident Benoît Battistelli bei der Bekanntgabe der Finalisten des europäischen Erfinderpreises zitiert. Hendrik Marius Jonkers ist mit seinem phänomenalen Bio-Beton einer von drei Finalisten für den am 11. Juni in Paris verliehenen Preis.

36/2015 Neuheit: Kostenlose Online-Uni für Flüchtlinge

Eine kostenlose Ausbildungsstätte, gar Online-Universität verspricht der Berliner Student Markus Kressler gegründet zu haben. Bei der Wings University können sich Flüchtlinge bzw. grundsätzlich alle in Not geratenen Menschen weiterbilden bzw. beruflich ausbilden lassen.

Wir sind über die Netzpiloten aufmerksam geworden auf ein tolles Projekt eines Studenten. Markus Kressler hat die Wings Universität ins Leben gerufen und nimmt sich damit einem etwas anderen Bildungsauftrag an. Er will insbesondere Flüchtlingen und Menschen ohne Papiere eine kostenlose Plattform schaffen, die jede aus- und weiterbildet. Oder die Möglichkeit unterbreitet eigenes Fachwissen oder Rumpf-Ausbildungen zu vertiefen bzw. abzuschließen. Damit begegnet Kressler einem grundsätzlichen Problem dieser Menschen – der Kraft bzw. dem Hebel „Bildung“. Wer nichts kann, der kann auch nichts bewegen, so die Logik. Die zutiefst menschliche Motivation hier anzusetzen macht die Wings Uni zu einem sozialen Projekt der besonderen Art.

Die zu erzielenden Abschlüsse sollen international anerkannt sein bzw. da will man natürlich hin. Zugang zur Bildung ist durch die Initiative also nicht von Zeugnissen als Nadelöhr und Zugangsvoraussetzungen abhängig, sondern der schlichten Qualifikation. Langfristig gehe es Kressler, so im Interview konstatiert, darum eine grundsätzlich alternative Bildungsinstitution aufzubauen. Wer sich das mal anschauen will: hier geht es lang zum derzeitigen Stand der Wings Universität.

35 /2015 Neues Küchengerät „Genie“. Erinnerungen an Raumschiff Enterprise und den Replikator

Ein neues Küchengerät, das wohl zwischen Thermomix und Startrek-Replikator zu verorten ist, haben jetzt israelische Erfinder kreiert. ‚Jede beliebige Speise binnen dreißig Sekunden verzehrfertig‘ so die markige Werbeaussage der Macher des „Genie“. Das Gerät solle noch 2015 in den Vertrieb gehen. Als Preis stelle man sich derzeit knapp 900 Euro vor.

„Computer! Tee. Earl Grey. heiß.“ Startrek-Fans der sog. zweiten Generation erinnern sich an den Captain von Raumschiff Enterprise. Mit diesem Satz produzierte Jean Luc Picard seine abendliche Tee-Ration wie aus dem Nichts mit dem sogenannten Replikator. Eine Innovation namens „Genie“ sei nun ein ziemlich ähnlicher Apparat. Nur natürliche Zutaten würden verwendet. In dreißig Sekunden solle jede beliebige Mahlzeit fertig sein. Hauptspeise, salziger Snack oder schmackhaftes Dessert, alles kein Problem mit dem Genie. Laut Berichten der „Daily Mail“ sieht das Gerät aus wie eine gewöhnliche Küchen- oder Kaffeemaschine. Die Blitz-Gerichte kommen in 140-Gramm-Portionen.

Angefangen bei Hühnchen mit Reis über Couscous mit Gemüse bis hin zum Schoko-Soufflé bzw. dem schmackhaften Dessert, liefere Genie gemäß Entwickler Ayelet Carasso laut Daily Mail alles aus. Die Maschine verwende über diverse Speichermodule auf der Rückseite nur natürliche Zutaten und verzichte auf Konservierungsstoffe. Mit einer Handy-App wird entsprechend futuristisch zubereitet. Die Zutaten sind gefriergetrocknet und bis zu zwei Jahre haltbar. Quelle: Replikator-Analogie Genie laut Daily Mail.

34/2015 er-stone: Alternative zu Lego & Fischertechnik?

Lego war gestern. Heute spielt man – zumindest wenn man den österreichischen Erfindern glaubt – mit dem er-stone. Der vielseitige Baustein rege zum Bauen und Ausprobieren an. Durch Steckverbindungen und Verzahnungen ergeben sich unbegrenzte Möglichkeiten der Kombination.

Es gibt ein österreichisches Patent auf einen sehr vielseitigen Spielstein namens „er-stone“. Der zur Kreativität spielerisch herausfordernde Baustein besticht bewusst durch fehlende Bauanleitungen, so die Macher. Dies sei eine smarte Möglichkeit, Kreativität und Phantasie anzuregen. Gefördert werden auf diese Art wie von selbst räumliche Vorstellungskraft und haptische Fähigkeiten. Durch eine sehr genaue Verzahnung seien stabile Bauwerke bis zu einer Höhe von 3 Metern möglich. Auch hier steckt sicher eine motivatorische Dimension für unsere Kleinsten. Genug der Worte, so sieht das aus:

Hier geht es zur Projekt-Website er-stone.

33/2015 Annäherungsalarm für Sehbehinderte & Blinde

Ein neues Wearable soll den Alltag von Sehbehinderten und vollständig blinden Menschen sicherer machen. Das Anti-Kollisionssystem ist ein tragbares Gerät mit integrierter Kamera. Durch ständiges Scannen der Umwelt nach Objekten kommuniziert das innovative Wearable per Pieps-Geräusch warnend mit seinem Träger bzw. seiner Trägerin.

Beim Autofahren kennt man das Geräusch beim Einparken. Im Flugzeug oder Kampfjet nennt sich das, was zu vernehmen ist, kurz bevor die Maschinen auf Tuchfühlung gehen, Annäherungs-Alarm. Was liegt näher als eine analoge Innovation für Menschen zu lancieren. Das neue Anti-Kollisionssystem ist ein kleines Gerät, das beim Tragenden einfach auf Höhe der Brust befestigt wird und rechtzeitig vor Hindernissen warnt. Der Zweck liegt nahe, es geht um die Vermeidung von teils schmerzhaften, teils ggf. auch lebensbedrohlichen Zusammenstößen mit Objekten oder auch anderen Personen.

Die Erfindung findet erstmals Erwähnung im Magazin Investigative Ophthalmology and Visual Science. Das innovative Wearable vom Institut „Eye & Ear“ in Massachusetts setze Maßstäbe im Vergleich zu früheren Entwicklungen, so eine Pressemitteilung. Hervorzuheben sei vor allem die neuartige Kamera-Technologie. Wer sich das nur schwer vorstellen kann, wir haben ein Juuh-Djuhb-Video dazu gefunden:

Und hier lang zu unserer Quelle: Masseyeandear.org