32/2015 Bücher lernen sprechen: das T-Book

Mit dem T-Book haben die Wissenschaftler der Uni Chemnitz rund um Herrn Arved Hübler Papier und gedruckten Fotos das Sprechen gelehrt. Dazu werden die Inhalte des innovativen Publikations-Konzeptes mit ebenfalls gedruckten Lautsprechern wiedergegeben. Bei jedem Umblättern spricht die Buchseite so zum Leser – sofern dieser Terminus hier noch angebracht ist.

Software die Bücher bzw. eBooks vorliest gibt es schon. Dass nun aber ein Buch selber die Rolle des Vorlesers / der Vorleserin übernimmt ist seit Erfindung des T-Book Realität. Das Kürzel „T“ steht hier für „Ton“. Die Buchseiten des T-Book haben gedruckt-integrierte Lautsprecher, aus denen die Geschichten aus ursprünglich Bild und Text ertönen. Für diese Drucktechnik verwende das Team um Hübner elektronische Bauteile die über ganz normale Druckverfahren direkt auf das Papier gedruckt werden. Eine unsichtbare Polymer-Schicht schwingt unter elektrischer Spannung und sendet die einschlägigen Töne. Der Ton sei laut und deutlich über das Papier zu vernehmen, so eine Presseerklärung. Dafür sorge ein Sensor, der jeweils fest stelle, welche Seite des Buches ein Leser gerade öffne.

Die zugehörigen Klangdateien sind in einer SD-Speicherkarte im Buchdeckel verborgen ebenso wie die Batterien. – der Ton kommt laut und deutlich direkt aus dem Papier. Die World Press Photos im Buch werden dabei nicht nur erläutert – Stimmen, Hintergrundgeräusche und Musik erweitern außerdem die vom Fotografen eingefangene Stimmung. Aber genug der Worte, anbei zur Erläuterung dieses Video – dauert viereinhalb Minuten, dann weiß man mehr. Viel Spaß:

31/2015 Friedomat: mit 5 Klicks zum Wunsch-Grab

Wer in Lübeck das Zeitliche segnet oder sich zumindest für seine letzte Ruhestätte dort entscheidet, kann ab sofort mit-entscheiden, wie da eigene Grab aussehen soll. Unter dem mittlerweile sogar geschützten Begriff „Friedomat“ hat der Leiter der Lübecker Friedhöfe Thomas Olbrich eine Infrastruktur online gestellt, die genau das ermöglicht.

Eine Wortschöpfung aus Friedhof und Automat sei die Innovation, die sich gerade in Lübeck mediales Gehör verschafft. Auf der Website der Stadt im hohen Norden findet man unter dem Titel „Grabstättenwahl leicht gemacht“ eine Klickstrecke, die in fünf einfachen Schritten zum Wunschgrab führt. Die Maßnahme sei eine Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb seitens kirchlicher Friedhöfe wie auch von Seebestattungen. Die Beratung in Grabgestaltung und Beerdigung sei über das Netz neutral, anonym und darüber hinaus auch kostenlos. Zudem erspart man sich den Gang zum Bestatter zwecks Grab-Vision. Die Einfachheit des Friedomats tut ihr Übriges, dass auch wirklich jeder laie online damit umgehen kann. Eine explizite Website gibt es nicht, wer Lust hat kann folgende Fragen einmal fiktiv auf einer Unterseite der Stadt Lübeck exerzieren:

Frage eins: Sarg oder Urne?
Frage zwei: Ruhestätte für eine oder mehrere Personen?
Frage drei: Grab pflegefrei oder mit zu erwartendem Pflege-Bedarf?
Frage vier: Gibt es einen Wunsch-Friedhof oder freie Auswahl?
Ergebnis: Ja/Nein-Optionen als pdfs zu dem aus den Antworten Resultierenden

30/2015 Die smarte Ampel mit Countdown-Funktion

Die Ampel, die sekündlich einen Countdown herunter zählt und damit dem Autofahrer einen wertvollen Hinweis gibt, wie lange er noch genau zu warten hat. Der Erfinder deklariert seine Innovation als Öko-Idee, denn das Wissen um die exakte Zeit in Sachen „Motor-an“ und „Motor-aus“ ist eine wichtige Verbrauchs-Info beim Warten.

Die Ampel mit Countdown

Die Ampel mit Countdown

Für Autofahrer kann es schon mal nervig sein, wenn das Rotlicht an der Ampel subjektiv zu lange währt. Soll ich oder soll ich nicht den Motor abstellen. Umwelt-Bewusste werden sagen: Immer Motor aus. Wenn es sich allerdings beim Heranfahren an das Rotlicht nur noch um eine objektive Wartezeit von 5 Sekunden hält, kann das Maschine-abstellen schon mal ineffizient sein. Das dachte sich auch Damjan Stanković und entwickelte kurzerhand die Countdown-Ampel. Okay, das ist ein Arbeitstitel von uns, aber es erklärt ganz gut worum es geht.

Grundsätzlich handelt es sich dabei um die einfache Idee einer klugen Ampel, die Fahrern zeigt wie lange noch rot sein wird. Der Erfinder postuliert seine neue Ampel sei eine besonders ökologische Lösung. Das Wissen um die Rest-Wartezeit verringert die verbrauchte Spritmenge, da ich genau weiß ob und wann aus- und einzuschalten ist. Für neue Verkehrsleitsystem sicher eine schöne Option. Ob sich allerdings die Umrüstung bestehender Ampel-Anlagen lohnt, sei dahin gestellt.

29/2015 Neues, revolutionäres Kondom aus Hydrogel

Ein neues Kondom steht am Innovations-Firmament. Dem Hydrogel-Präservativ aus den Entwicklungslabors einiger australischer Forscher wird aufgrund annähernd einhundert-prozentiger Gefühlsechte ein Siegeszug prophezeit.

Wen man von Verbrauchs-Artikeln des täglichen Bedarfs spricht, dann dürfte das Kondom recht weit vorne auf der Rangliste stehen. Entsprechend viel versprechend ist die Erwartungshaltung der Erfinder eines neuen, revolutionären Kondoms. Ein paar Wissenschaftler aus Down under arbeiten an einem Kondom der dritten Art. Nicht Latex ist der Stoff aus dem die Hülle gemacht ist. Das neue Kondom soll aus Hydrogel bestehen und wie mit einer zweiten Haut für wirklich gefühlsechten Sex sorgen. Hydrogel wird bereits in unterschiedlichen Bereichen der Medizintechnik verwendet und fühlt sich an wie menschliche Haut. Und verhalte sich auch so, wie die Presseinformation sagt.

Wer sich das jetzt … nein nicht in Action … aber „so ein bißchen live ansehen möchte. hier entlang: Mann TV über das innovative Kondom am Firmament 2015.

28/2015 Nachtlampe mit mitnehmbaren Lichtkugeln

Eine Nachttischlampe der besonderen Art sorgt jetzt dafür, dass der nächtliche Pinkel-Express nicht zur Stolperfalle wird. Die Lampen sind Leuchtkugeln, die sich am Gerät aufladen, allerdings bei Bedarf ab- und mitgenommen werden können – zum Beispiel wenn’s pressiert.

Wer nachts ein kleines Geschäftchen erledigen will, tappt schon mal gefährlich im Dunkeln. Zumindest dann, wenn man im Schlafzimmer auf Rücksicht setzt und nicht den Hauptschalter betätigen will. Das neue Glo Nightlight ist eine Nachttischlampe der besonderen Art und gestattet dem Nutzer die Mitnahme des einen oder anderen Leuchtmittels, die lose an der Lampe befestigt sind. Aber genug der Worte, zum publikumswirksamen Glo Nightlight gibt es freilich ein kleines Video auf Juuh-Djuup:

27/2015 Das praktischste e-Klapprad der Welt

Das elektrische Klapprad zum Zusammenfalten ist wohl eine der praktischsten Erfindungen für Wanderer, die Ihre Ausdauer nicht richtig einschätzen können. Das in einem Rücksack locker verstaubare Verkehrsmittel namens Impossible Bike wiegt kaum fünf Kilo.

Wie wäre es, wenn man bei einer langen Wanderung schwächelt und plötzlich auf eine alternative Beförderungs-Möglichkeit angewiesen ist? Das dachten sich ein paar unkonventionelle Denker aus Kanada und China auch und schufen als Antwort kurzerhand das „Impossible Bike“, das unmögliche Fahrrad. Das in klein zirka 70 Zentimeter hohe und 30 Zentimeter breite Teil stellt ausgefaltet schon wirklich was dar und existiert bereits als viel versprechender Prototyp. Am besten ansehen und staunen:

Vorbestellen kann man das auch schon, über diese Microsite hier: getimpossiblebike.com

Vergessene Erfindungen der Menschheitsgeschichte

In ihrem hochinteressanten TV-Beitrag „Vergessene Erfindungen – die Turmkräne des Mittelalters“ versuchen … und … zu klären, wie beispielsweise der Bau der Pyramiden logistisch zu erklären ist. Neben der Bewegung massiver Lasten, mussten die alten Ägypter auch handwerklich eine technische Meisterleistung vollbringen. Wie war es möglich tonnenschwere Steinquader auf die Hochstrecke zu bringen und diese auch noch sinnvoll auszurichten? Darüber hinaus: Mittelalterliche Zeichnungen zeigen große, kranartige Konstruktionen auf den Rohbauten von Kathedralen erkennen. Gab es diese Kräne? Oder war da die Phantasie schneller?

26/2015 Flexible Form zum schnellen gelungene Brot-Backen

Eine flexible Back-Schale ermöglicht es nun auch Laien gewissermaßen in Windeseile wohlgeformtes Brot zu backen. Mit entsprechenden Zutaten kann damit faktisch jeder einer traditionsreichen Handwerkskunst qualitativ nahe kommen.

Brot backen ist nun schon eine rund 10.000 Jahre alte Tradition des Menschengeschlechts. Traditionell ist das Handwerk Bäckern vorbehalten, die mit Routine, entsprechenden Maschinen und Geschick die Teigfladen zaubern. Mit der Erfindung der Lékué Brotbackschale können nun auch wenig versierte Hausfrauen und -männer diese Domäne erobern. Einfach Zutaten zerkneten (okay, die müssen freilich stimmen!), und die Masse in die flexible Back-Schale geben. Einige Minuten bei richtiger Temperatur in den Umluft-Herd. Und fertig ist das wohlgeformte Brot oder Riesen-Brötchen. Interessant? Finden wir schon. Wer sich unser Web-Fundstück mal anschauen und im Einsatz sehen möchte, hier entlang:

25,5/2015 Zum Auftakt von Quartal II: Nie mehr schwitzen auf dem Fahrrad-Ergometer dank Pedelec-Zusatzmotor

Ein Fahrrad-Ergometer, der den Trainierenden nicht oder nur marginal anstrengt? Die Erfindung des Münchners Horst „The Brain“ Hochwind besteht in einem den Sitz-Ergometer flankierenden Zusatzmotor und könnte im Bereich Fitness für Faule eine ganze Branche revolutionieren.

„Verhonepipeln kann ich mich selbst.“ Das ist wohl bei vielen der erste Gedanke, wenn es um den Ergometer mit Zusatzmotor geht. Wer aber zwei mal nachdenkt kommt schnell drauf: das Pensum von 30, 40 gar 50 Kilometern pro Tag auf dem Heimtrainer kann wenig trainierte Menschen schnell an Belastbarkeits-Grenzen führen. Was auf der Straße geht, geht auch zu Hause dachte sich da ein findiger Tüftler und integrierte ein Pedelec in den Bauplan eines ganz normalen Ergometers. Das electric i-mobile war geboren und ermöglicht seither Fitnesstraining ohne Anstrengung.

Okay, und da der Beitrag so genial ist, gibt’s hier eine offizielle Verlinkung zur Elektronikpraxis und damit dem Tüftler. Viel Erfolg bei der weltweiten Vermarktung. Wir begleiten das Projekt gerne publizistisch.